Science Corporation sammelt 230 Millionen US-Dollar in Serie-C-Finanzierung zur Weiterentwicklung des PRIMA-Retina-Implantats und von BCI-Programmen ein

AmerikaAktuelle NachrichtenPflege & TherapieStrategische EntwicklungTop-Nachrichten

Science Corporation, ein in Kalifornien ansässiges Neural-Engineering-Unternehmen, das Brain-Computer-Interface (BCI)-Technologien entwickelt, hat in einer überzeichneten Serie-C-Finanzierungsrunde 230 Millionen US-Dollar eingesammelt, um die Kommerzialisierung seines PRIMA-Retina-Implantats zu unterstützen und weitere Pipelineprogramme voranzutreiben. An der Runde beteiligten sich bestehende Investoren wie Khosla Ventures, Lightspeed Venture Partners, Y Combinator, IQT und Quiet Capital. Mit der neuen Finanzierung beläuft sich das insgesamt eingeworbene Kapital des Unternehmens seit seiner Gründung im Jahr 2021 auf rund 490 Millionen US-Dollar.

Science Corp. plant, die Erlöse zu nutzen, um die kommerzielle Einführung von PRIMA voranzutreiben, einem Retina-Implantat, das entwickelt wurde, um das Sehvermögen bei Patienten mit schwerer Netzhautdegeneration wiederherzustellen. Das Gerät wurde in klinischen Studien mit Patienten mit fortgeschrittener trockener altersbedingter Makuladegeneration untersucht, bei denen es die Fähigkeit zeigte, funktionelles zentrales Sehvermögen wiederherzustellen, indem es als künstliche Photorezeptoren in der Netzhaut fungiert.

Die Ergebnisse einer europäischen klinischen Studie zur Bewertung des PRIMA-Systems bei 38 Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung wurden im The New England Journal of Medicine veröffentlicht. Laut der Studie zeigten etwa 80 % der Teilnehmer bedeutende Verbesserungen der Sehschärfe und waren in der Lage, Buchstaben, Zahlen und Wörter zu lesen. Science hat einen Antrag auf CE-Kennzeichnung in der Europäischen Union eingereicht und bemüht sich außerdem um eine regulatorische Zulassung durch die U.S. Food and Drug Administration.

„Es gibt einen tiefgreifenden Sinn, in dem das Gehirn das letztendliche zentrale Objekt der Medizin ist: Es ist das einzige Organ, das selbst prinzipiell nicht transplantiert werden kann, und es wird zunehmend deutlich, dass die direkte Interaktion mit ihm als informationsverarbeitendes System außergewöhnliche Effekte ermöglicht“, sagte Max Hodak, Mitgründer und CEO von Science. „Wir sind stark der Forschung und neuen Technologien verpflichtet, die Behandlungsmöglichkeiten dort schaffen können, wo zuvor keine existierten, um grundlegende Verbesserungen der menschlichen Lebensbedingungen voranzutreiben.“

Science Corp. erweitert außerdem sein klinisches Forschungsprogramm, um PRIMA bei weiteren Netzhauterkrankungen zu evaluieren, darunter Stargardt-Krankheit und Retinitis pigmentosa, die zu den führenden Ursachen erblicher Sehschwäche zählen. Erste Studien sollen voraussichtlich am Sydney Eye Hospital in Australien unter der Leitung des Netzhautspezialisten Dr. Matthew Simunovic durchgeführt werden. Parallel dazu erklärte Science, dass das neue Kapital auch zur Erweiterung seiner Forschungs-, Produktions- und Technologieplattformen für biohybride neuronale Schnittstellen und damit verbundene BCI-Entwicklungen eingesetzt werden soll.